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Wieso eigentlich Hagenhenrich genannt Hagemann ?

 

 

Wieso "Hagenhenrich genannt Hagemann"?

Das erfahren Sie auf dieser Seite.


Familiengeschichte:
Namen, Daten, Orte.
Geschichte(n) zu "Hagenhenrich genannt Hagemann".


Stammtafel
Was landläufig als "Familienstammbaum" bezeichnet wird, finden Sie hier.



Familienchronist
Die Informationen zu unserer Familie wurden größtenteils von meinem Onkel Klaus Hagemann zusammen getragen.

Ihm gilt mein besonderer Dank dafür, dass ich seine Rechercheergebnisse veröffentlichen darf. Klaus Hagemann hat als Standesbeamter i. R. die richtigen Verbindungen und besitzt ein immenses Wissen, selbst zu überlieferten Anekdoten aus anderen Jahrhunderten. Er gräbt sich seit Jahren durch Staasarchive, Kirchenbücher und Urkunden. Seine Sammlung zu Ahnen der Familie besteht aus über 54.000 Datensätzen (!). Jeder, der auch nur halbwegs über hundert Ecken mit ihm verwandt oder verschwägert ist, findet sich hier wieder. Ein unverrückbares Familienfundament in einer oberflächlichen Zeit. Wurzeln, die einem Halt geben, während die Welt immer stürmischer wird.

Schreiben Sie ihm! Er freut sich. Ganz besonders, wenn er von Ihnen Informationen zur Familie erhält.


 
 
 

 

 

 
   

"Glücklich kann sich der Genealoge schätzen, der bei seinen Ahnen einen Bauernhof findet!"

Dieses geflügelte Wort unter Familienforschern trifft für meine Familie zu. So war es möglich, den Ursprung des Familiennamens Hagenhenrich über 450 Jahre zurückzuverfolgen und zu ergründen. Denn über Bauernhöfe gibt es in der Regel die ältesten staatlichen Aufzeichnungen, im Falle des Ursprungs der Hagenhenrichs seit 1554. Kirchenbücher mit den Aufzeichnungen der Taufen, Heiraten und Beerdigungen beginnen erst nach ca. 1600, obwohl das Trienter Konzil (1545-1563) diese Aufzeichnungspflicht bereits eher beschlossen hatte.

Bornholte Nr.10

So hieß die ursprüngliche Besitzung meiner Vorfahren. Bis dorthin lassen sich meine Urururururgroßeltern (5 mal Ur!) zurückverfolgen und dort entstand der ursprüngliche Familienname "Hagenhenrich", der mal kurz und knapp als "Hagen" begann. Dazu später mehr. Bornholte Nr. 10 nennt sich heute 33415 Verl, Holter Landstraße (Nummer auf Anfrage), und liegt im Kreis Gütersloh, Nordrhein-Westfalen.

Diese Besitzung unserer Vorfahren war bezogen auf die Größe von etwa 10 Morgen Land (ca. 2 1/2 Hektar) eine zinspflichtige Kötterstätte und später ein "Eintäger-Hof". Die Besitzung war nicht Eigentum meiner Vorfahren, sondern stand in guts- und grundherrlicher Abhängigkeit der Grafen von Rietberg.

Die Abgaben der "Eigenbehörigen" - kurz: Leibeigenen - waren bis Ende des 18. Jahrhunderts an das Obereigentum der Fürsten von Kaunitz-Rietberg zu entrichten. In den bei den Staatsarchiven Münster und Detmold liegenden Akten der Grafschaft Rietberg befinden sich aus unterschiedlichen Jahren ab 1554 bis 1800 Beurkundungen über Pachtgeld, Dienstgeld, Schatzregister, Viehschatz, Kopfschatz etc.

Hagen

Hagen ist ein Flurname, der in der Regel im Niederdeutschen verbreitetet ist und auf ein eingefriedetes Grundstück hinweist. Im späten Mittelalter setzte man Pfähle auf einen niedrigen Erdwall und verband sie mit Weidengeflecht, um einen Hof vor ungebetenen Gästen zu schützen. Manchmal trat auch der Hagedorn mit der Hagerose und den Hagebutten an die Stelle des Zauns. So hockte einst der Urhenrich geschützt in seinem Hagen und in dieser Sicherheit fühlte er sich recht behaglich. Er hegte seine Scholle und wer ihm ins Gehege kam, dem wurde leicht unbehaglich...

Aber es begann nicht mit einem Henrich (Heinrich) sondern mit einem Jorgen (Jürgen).

Hagen Jorgen

Das Eintägercolonat wird im Jahre 1554 in der Pachtgeldordnung mit dem Namen Hagen Jorgen und ab 1572 bis 1605 zumeist mit  Hagen Jürgen erwähnt. Ab 1606 bis 1676 fehlen diese staatlichen Aufzeichnungen. In diesem Zeitraum findet sich jedoch in den Kirchenbüchern der Ursprungspfarre Verl der Familienname  Hagendres (Hagen Andreas).

Hagen Henrich

Ab 1677 gibt es wieder Rietberger Akten, in denen nun der Familienname Hagen Henrich auftaucht, der sich ab 1728 als  Hagenhenrich verfestigt.

Als der Landesherr zu jener Zeit beschloss, in Kaunitz eine Pfarrkirche zu errichten, sind im Jahre 1746 im "Geschenk-Register für den Landesherrn Graf Wenzel Anton von Kaunitz-Rietberg für  Hagenhenrich "1 Thaler" und 1747 "Kirchbaufuhren zur Maiburg" (Kirchenbauplatz in Kaunitz) für  Hagenhenrich "3/4 Fuder Steine" verzeichnet.

de Hagenbuer

Der jeweilige Besitzer des Hofes Bornholte Nr. 10 - so noch heute! - wird in der Regel "de Hagenbuer" (der Hagenbauer) genannt, obwohl 1797 und ab 1887 kein Mann mehr auf dem Hof wirtschaftete, der ein geborener "Hagenhenrich" war. 1887 musste mein Ahne den Hof an finanziell besser gestellte angeheiratete Verwandte namens "Könighorst" abgeben, da er wohl ein guter Schneider, aber kein fähiger Bauer war! Schneider/innen und Schneidermeister sind in meiner Familie seit dem überproportional vertreten. Und sie waren und sind noch immer die Besten ihrer Zunft!

Hofnamenssitten

Nicht immer war ein Mann der Hoferbe. Bis zur Aufhebung der Leibeigenschaft war es vorgeschrieben, dass der Mann, der die Hoferbin freite und auf den Hof einheiratete, den Namen des Hofes annehmen musste. Es gab zu jener Zeit weder Straßenbezeichnungen noch Hausnummern. Der Landesherr als Grundeigentümer konnte die Lage der Besitzungen nur über den Familiennamen bzw. Hofnamen des Eigenbehörigen ermitteln.

Etwa um 1800 kamen überwiegend in Westfalen die "genannt-Namen" auf, so als Beispiel "Hunke genannt Hagenhenrich". Das bedeutete, dass der Mann mit Familiennamen Hunke bei Hagenhenrich aufgeheiratet hatte.

Diese Hofnamenssitte ist dann durch die Verordnung des Preußischen Oberpräsidenten von Westfalen vom 22. Februar 1828 näher geregelt worden. So durfte nur der Hofbesitzer den "genannt-Namen" führen und ihn auch nur an den Hoferben weitergeben.

Im Fall meiner Ahnen war die Hofstelle "Hagenhenrich" abgewirtschaftet und der Landesherr setzte um 1760 einen fähigen Bauern als neuen Besitzer bzw. Leibeigenen auf die vakante Hofstelle ein. Es handelte sich dabei um einen "weichenden Erben" eines Nachbarhofes namens Everhard Lütkemann-Brunenbusch, der nun Everhard Hagenhenrich natus Lütkemann-Brunenbusch hieß. Er heiratete 1764 und nach dem Tode seiner ersten Frau erneut 1799 und starb 1811. Seine 11 Kinder aus der ersten Ehe wurden als "Hagenhenrich" geboren und getauft. Die Tochter Margaretha Hagenhenrich wurde Hoferbin und somit Colona (Bäuerin) und Besitzerin der Hofstelle. Sie heiratete im Jahr 1797 Joes-Hermann Hunke, der von nun an Hunke genannt Hagenhenrich hieß.

Wie es aber zu "Hagenhenrich genannt Hagemann" kam, verrät Ihnen diese Seite.

 















Sozusagen die Hagenhenrichquelle! Hier beginnt die Familiengeschichte 1554: Bornholte Nr. 10



























de Hagebuer Saß einst Hagen Jorgen unter dieser Eiche?




Verl und Kaunitz Hagenhenrichs wurzelten hier

 
     

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   Aktualisiert: 24.11.2007

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