I am watching you!


T H E M E N Ü B E R S I C H T :: K R I M I F A B R I K :: Bilderkiste:: Verkehrskasper:: Langebrück

Impressum :: Feedback :: Weblinks :: Home

Wieso eigentlich Hagenhenrich genannt Hagemann ?

 



 

Zurück zur Übersicht der FOTOALBEN

Langebrücker KatzenBeißer:

So heißt der 2007er Jahrgang, der am 9.11.2007 auf Flaschen gezogen wurde. Ein historisches Datum nicht nur für den Langebrücker Weinbau. Wie es zu dem Namen kam und wie be...issen der Weg dorthin war? Lesen:

Für den Winter 2006-2007 wurden die Stöcke bis über die Veredelungsstelle mit Erde angehäufelt, damit Väterchen Frost sich die Zähne ausbeißt. Patient Frost war aber wegen chronischem Klimawandel zur Kur. Dafür nahmen unsere Katzen Carlotta und Domino das mit dem Anhäufeln wörtlich. Sie lieben frisch aufgeworfene Erde, graben darin und, tja, ähem, also, seit dem ist das Katzenklo im Haus fast ungenutzt. Aber auch dies ist Dünger und der Wein fragt nicht nach der Herkunft.
Das zum Langebrücker Katzen...eißer.

Im Februar begann die Arbeit im Wengert mit dem ersten Schnitt in etwa 80 cm Höhe. Was stehen blieb, bildet nun den Rebstock. Ehrlicherweise mehr Rebstöckchen. Aber das wird.

Nachdem sich pro Rebstock bis zu 10 Triebe gebildet hatten, wurden bis auf 4 bis 5 alle ausgebrochen. Die Überlebenden wuchsen prächtig und wurden dann im Drahtrahmen angebunden, oder wie der Winzer lallt: geheftet.

Am Pfingstsonntag hagelte es Golfbälle, die nicht nur die Abdeckung einer Wassertonne durchschlugen und beim CousCous Barbaras Wohnwagendach mit Beulen segneten, sondern auch einen beträchtlichen Schaden im Weinberg anrichteteten. Wahrscheinlich hatte Väterchen Frost seine Kur zu früh abgebrochen und einen Hustenanfall bekommen. Meine Pharmamieze nennt das "Chronic Obstructive Pulmonary Disease" und ich nenne es "Chronische Obstdestruktion". 10 % der Traubenansätze lagen geknickt am Boden, viele Triebe taten das gleiche und ich war das auch. Heul.

Dann schlug auch noch der Mehltau zu. Obwohl ich dagegen gespritzt habe, so war ich zu sparsam. Ein unnützer Ökofunke regte sich in meinen Synapsen und schon habe ich die Spritzpflicht zu stark eingeschränkt. Und das, obwohl meine Spritzmittel im ökologischen Weinbau zugelassen sind. Aber ich habe es in den Griff bekommen. Warum ich keine resistente Sorte angebaut habe? Ich will, dass der Wein Charakter hat und schmeckt. Ganz einfach.

Am 25.08.2007 begann die Weinlese. Die Trauben waren durchscheinend und süß und so ersparte ich mir die Investition in einen Refraktometer. Als ich dann den Haufen in der Küche aufgeschichtet sah, traute ich meinen Augen nicht. 46 Kilo lagen da und wollten verarbeitet werden. Und ich hatte ebenfalls noch nicht in eine Presse investiert. Sie glauben gar nicht, was Kartoffelstampfer und Babywindeln für einen Muskelkater auslösen können. Aua.

Nach Pressen und Filtern erfolgte die Entschleimung und dann das Messen des Oechslegewichtes. 61 Grad Oechsle überraschten schon sehr, aber um auf einen gewünschten Alkoholgehalt von 11 % bis 12 % zu bekommen, musste auf 90 Grad nachgezuckert werden. Keine Sorge, das machen auch die echten Winzer. Aber die nennen es ganz vornehm "Trockenverbesserung". Nach dem Zusatz von Reinzuchthefe und Sulfit wurde aus 19 Litern Traubensaft nach einigen Tagen Federweißer. Der war so lecker, dass drei Liter auf der Strecke blieben, mit Zwiebelkuchen aber ohne Gäste! Ätsch!

Die Gärung stoppte nach gut 30 Tagen von allein, weil die Hefe vom eigenen Abfallprodukt in den Suizid getrieben wurde. Aber dieses Abfallprodukt hatte einen Gehalt von 11,5 % erreicht, Alkoholgehalt. So müsste es immer klappen: Punktlandung!

Nach Abzug von der Hefe, weiterer Reifezeit im Ballon und Schönung mit Katzenstreu (ok, heißt offiziell Bentonit) erfolgte am 18. Jahrestag des Falls der Berliner Mauer die Abfüllung von 18 Flaschen "Langebrücker Katzenbeißer". Nun muss der Wein ein halbes Jahr ruhig, kühl und dunkel ausreifen. Noch ist er kratzig, süß, sauer und leicht bitter zugleich. Unharmonisch eben, aber das wird schon. Und dann schmeckt er auch der Langebrücker Weinkönigin 2007. Die habe ich übrigens selber gewählt, schon 1986...

Zurück zur oenologischen Übersicht


 

 

 

Weinbau Teil II
Jahrgang 2007: Der erste Goldriesling kommt in die Flasche


24. Februar 2007

Das Weinjahr beginnt

Der Kater kontrolliert wieder

Sunshinereggea Mit Zollstock, da sach noch einer... Mauz, echt scharf


15. April 2007

Erste Sprosse zeigen sich

Der Wengert saugt Licht

Will Wein werden Minidreiblattstadium Ist die Mauer nicht schööön?


6. Mai 2007
Friseurtermin: vorher

Friseurtermin: nachher

Erster Traubenansatz

Neun bis zehn Triebe Weniger als Sextriebe Das erste Gescheine


Angriff der Killerkörner

Hoffnungsvolles Versprechen

Dresden-Lavendelbrück

Pfingsthagel auf Martinspfoten unbeschadet Provence en vacance


Strebsam

Täter: Herr Mehltau war's!

Mangelzeiger

Up up in the sky rausschneiden und fertig Kalkmangel?


Gülden schimmert
die reife Traube

Glücklich schimmert
des Winzers Lächeln

Wie kommen die Trauben
denn nun ins Glas?

Reif!!! 45, also auch reif! So auf jeden Fall auch, aber...


Entschleimung über Nacht mit Antigel

Abzug vom Bodensatz - Lecker!

Was lange gärt,
wird endlich gut

Der kleine Chemielaborant Mmmh, lecker! Er gärt und der andere är-gert


Was drin ist,
muss auch drauf stehen

SO ist's richtig!

Uwe's Federweißer!

Flasche Penny, Inhalt Gold Guggst Du Wirklich eigener!


Der erste Kunde:
Die Weinkönigin 2007

Elektrische Trubstoffkontrolle

Automatisierte Flaschenabfüllanlage

Hungermaus Per Taschenlampe Auch Kleckerfritze genannt


Die Abfüllautomaten

Die Weinetiketten

Die mechanische Etikettiermaschine

füllen sich ab mit freundlicher Unterstützung von Domino Flaschenkleber


Der Winzer ist glücklich

Ernte in Reih' und Glied

18 mal Goldriesling Still gestanden!


Das Etikett macht "Mauz!"

Können diese Augen panschen?
   
   
   
   
 

 

 

 
     

  Zum Seitenanfang

   © 2008 by Uwe Hagenhenrich genannt Hagemann •  Schreiben Sie mir!